Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik

Transparente Auswertung von Lehrevaluationen

An der FVST werden für jede Lehrveranstaltung, an der mehr als zehn Studierende teilgenommen haben, gegen Ende der Vorlesungszeit Evaluationsbögen an die Studierenden verteilt. Diese werden zentral von der entsprechenden Universitätsstelle ausgewertet. Die Ergebnisse werden dann sowohl den Verantwortlichen der Lehrveranstaltungen als auch dem Fachschaftsrat mitgeteilt. Dieser führt alle Ergebnisse zusammen und stellt diese dann auf einer Fakultätsratssitzung vor. Alle Lehrenden haben selbstverständlich der Veröffentlichung zugestimmt. Über alle Lehrveranstaltungen, die im Schnitt schlechter als 2.5 bewertet werden, wird ausführlich diskutiert, wie diese zukünftig verbessert werden können. Als Folge dieser Diskussionen gibt es inzwischen nur noch vereinzelte Fälle, wo die Bewertung schlechter als 2.5 ist. Die Transparenz der Bewertungen wird daher von allen Mitgliedern der Fakultät im Hinblick auf Qualitätsverbesserungen befürwortet. 

 

Kontakt
Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik
Prof. Dr. Eckehard Specht

 

eckehard.specht@ovgu.de                               0391-67 18765

 

Ladies Night

… for Women in Engineering Sciences @ Otto-von-Guericke-University Magdeburg

Die Ladies Night for Women in Engineering Sciences ist Teil einer OVGU-Vortragsreihe zur Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses, die den Schwerpunkt auf die Karrierewege von Frauen legt. Die Veranstaltung wurde von der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik (FVST) und dem Studierendenrat der Otto-von-Guericke-Universität (OVGU) Magdeburg im Jahr 2012 zunächst als FVST Ladies Night ins Leben gerufen und startete mit rund 20 Teilnehmerinnen. Heute ergänzt die Ladies Night for Women in Engineering Sciences den Career Day for Women in Life Sciences, der seit 2014 jährlich an der medizinischen Fakultät und dem Leibniz Institut in Magdeburg veranstaltet wird, mit Beiträgen aus dem Engineering-Bereich der MINT-Fächer an der OVGU.

Zu den ersten beiden Veranstaltungen, jeweils im April 2012 und 2014, wurden Referentinnen aus unterschiedlichen Statusgruppen (Lehrstuhlleiterinnen, Juniorprofessorinnen, Postdocs und Nachwuchsforschungsgruppenleiterinnen) der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik und des Max-Planck-Institutes für Dynamik komplexer technischer Systeme eingeladen. Das Anliegen der FVST Ladies Night war im Wesentlichen, den weiblichen studentischen und wissenschaftlichen Nachwuchs mit Vorbildern – „Role Models“ - in Kontakt zu bringen und die vielfältigen, nicht immer geradlinigen Karrierewege (insbesondere von Frauen) aufzuzeigen. Der Fokus der Vorträge lag daher vor allem auf dem eigenen persönlichen beruflichen und wissenschaftlichen Werdegang und den damit verbundenen persönlichen und familiären Entscheidungen. Die Referentinnen wurden bewusst so ausgewählt, dass in den Vorträgen durchweg sehr unterschiedliche Karrierewege und work-life-balances aufgezeigt und im Anschluss diskutiert werden konnten. Die kleine Teilnehmerrunde von Studentinnen und Doktorandinnen ermöglichte auch eher private Fragestellungen, die für Nachwuchswissenschaftlerinnen im Allgemeinen zwar von großer Bedeutung sind, aber in alltäglichen Kontexten nicht angesprochen werden. In diesem Zusammenhang spielten in den Fragen und Diskussionen vor allem die work-life balance und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine Rolle.

Auf Grund des großen Interesses an dem Konzept der Veranstaltung wurde die FVST Ladies Night im Jahr 2016 neukonzeptioniert und wird mit diesem neuen Konzept im Jahr 2017 fortgeführt. Die Neukonzeptionierung beinhaltet zum einen ein breiteres und größeres Publikum, mehr Diversität in den Vorträgen sowie ein breiteres, umfassenderes Informationsangebot zu Förder- und Karrieremöglichkeiten im Bereich der OVGU und Partnerinstituten sowie der Industrie. Ferner findet die Veranstaltung auf Grund der Internationalisierung von Studium und Promotion nun überwiegend in englischer Sprache statt.

Die Neukonzeptionierung lässt sich im Detail wie folgt darstellen. Dem inhaltlichen Wachstum der Veranstaltung ist zunächst eine Umbenennung der FVST Ladies Night in Ladies Night for Women in Engineering Sciences geschuldet. Hiermit soll erreicht werden, dass sich mit dem neuen Titel zukünftig alle Frauen aus dem Engineering Bereich der MINT-Fächer angesprochen fühlen (im Hinblick auf die Neustrukturierung der Fakultäten macht es durchaus Sinn, die Frauen frühzeitig zu vernetzen). Dies wiederum bedingt, dass die Gastreferentinnen nun nicht allein aus dem Bereich Verfahrens- und Systemtechnik eingeladen werden, sondern es wird vielmehr auf eine ausgewogene Mischung an Referentinnen aus dem gesamten Engineering-Bereich der MINT-Fächer geachtet. Ferner wird neben den beiden Referentinnen aus den MINT-Bereichen der Universität (bzw. Partnerinstituten) zusätzlich eine Absolventin mit nicht-wissenschaftlichem Background, also aus Wirtschaft und Industrie, als Gastreferentin eingeladen. Im günstigsten Fall ist die Referentin selbst Absolventin der OVGU. Dies verbreitert den Einblick in die Palette möglicher Karrierewege und ergänzt die Vorträge zu den akademischen Karrierewegen sinnvoll. Letztendlich wird sich nicht jede Zuhörerin, ob Studentin oder Doktorandin, für den akademischen Weg entscheiden (können), und ferner existieren akademische Karrierewege (wie z.B. die FH-Professur), die außeruniversitäre Berufserfahrungen im Allgemeinen erfordern. Die Einbindung von Industrie und Wirtschaft ist daher ein logischer Schritt.

Als Ergänzung zu den Gastvorträgen wurde im Jahr 2016 erstmals ein sog. Markt der Möglichkeiten organisiert, der vor und nach den Vorträgen ein umfassendes Informationsangebot zu Karriere- und Fördermöglichkeiten im Umfeld der OVGU für die Besucherinnen bereithielt. Hiermit wurde inhaltlich direkt an die Vitae der Vortragenden angeknüpft. Z.B. stellte das Gleichstellungsbüro die Dorothea-Erxleben-Professur vor, das Graduiertenkolleg Mikro-Makro 1554 stellte sich ebenso vor wie die Max-Planck Research School etc. Der Markt der Möglichkeiten ist damit zum wichtigen Baustein der Veranstaltung geworden. Er wird ab 2017 als sog. Karrieremarkt weitergeführt. Neben den Einrichtungen der Universität und dem universitären Umfeld stellen sich mehrere Industriepartner, Vereine und Verbände mit eigenen Förderinstrumenten und Karriereoptionen vor.

Neben dem Karrieremarkt wird in 2017 zusätzlich eine Podiumsdiskussion zum Thema ‚Perspektiven für Nachwuchswissenschaftlerinnen‘ angeboten. Die zurückliegende Veranstaltung im April 2016 hat gezeigt, dass es nicht nur einen großen Wunsch nach Austausch zwischen den Zuhörerinnen und den Gastreferentinnen gibt, sondern dass sich auch die Entscheidungsträger aus Wissenschaft und Industrie und Wirtschaft zu diesem Thema sowohl mit den Role-Models als auch mit dem akademischen Nachwuchs austauschen wollen. Dafür ist das Format der Ladies Night for Women in Engineering Sciences hervorragend geeignet. Dies wird ab 2017 in der Podiumsdiskussion weiter vertieft. Auch die Industriepartner werden ermutigt, sich an dieser Diskussion zu beteiligen.

 
Kontakt
Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik
Nicole Vorhauer

 

nicole.vorhauer@ovgu.de                                0391- 67 51684


[1] MINT = Mathematik, Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften und Technik

Letzte Änderung: 30.07.2018 - Ansprechpartner: M.A. Anni Holzäpfel (vormals Fischer)