Studienjahr 2015/16

Alle Beiträge aus dem Jahr 2015/16 zum Download (pdf).

 

Hochschulweite Qualitätsentwicklung

Anwendungsbezogene Hochschulforschung zu Studienerfolg und Studienabbruch an der OVGU

Familienfreundlich an der OVGU studieren

Studienberatung an der OVGU - zielgruppenspezifisch und vielfältig

Nachgefragt... Beim Preisträger des Lehrpreises 2015 Prof. Dr. Thorsten Halle

Auf dem Weg zur Systemakkreditierung: Task Force nimmt Arbeit auf

Pilotprojekt zur Weiterentwicklung von Studiengängen erfolgreich gestartet

Qualitätsentwicklung in den Fakultäten

Fakultät für Informatik

Fakultät für Maschinenbau

Fakultät für Mathematik

Medizinische Fakultät

Fakultät für Naturwissenschaften

Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik

Fakultät für Wirtschaftswissenschaften

 

 


Anwendungsbezogene Hochschulforschung zu Studienerfolg und Studienabbruch an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg

Fokus: LEHRE ist Teil des Verbundvorhabens sachsen-anhaltinischer Hochschulen HET LSA („Heterogenität als Qualitätsherausforderung für Lehre und Studium“), die gemeinsam Lösungen für die Zukunftsfragen zur Hochschulentwicklung erarbeiten. Im Vordergrund steht die Qualität von Lehre und Studium. Wir nehmen die steigende Diversität der Studierendenschaft in den Blick, die beispielsweise hinsichtlich der Altersstruktur oder ihrer Vorerfahrungen zunehmend heterogen zusammengesetzt ist. Daraus ergeben sich vielfältige Aufgaben für die Weiterentwicklung von Lehre und Studium und für die Betreuung der Studierenden. 

Das Team von fokus: LEHRE führt Forschungsprojekte durch, die die Bedingungsfaktoren eines erfolgreichen Studiums zum Gegenstand haben und sich mit der Wirkung der Einführung neuer Lehr- und Lernformate auf den Lernerfolg beschäftigen. Mit dieser Begleitforschung wollen wir die Lehrenden der Universität darin unterstützen, neue Wege in der Lehre auszuprobieren und auf die neuen Anforderungen zu reagieren. Gemeinsam mit den Hochschulen des Landes und den Teilprojekten des Verbundes HET-LSA wollen wir eine Infrastruktur aufbauen, die die Diskussion über Weiterentwicklungsmöglichkeiten in Lehre und Studium fördert und eine Anlaufstelle für Lehrende und Studierende darstellt. Im Folgenden werden verschiedene Aktivitäten vorgestellt.

Das Studierendenpanel an der OVGU: Studentische Sichtweisen im Zeitverlauf

Beschreibung des Projekts

Das Studierendenpanel der OVGU befragt die Studierenden der Universität zu verschiedenen Zeitpunkten ihres Studienverlaufs. Dabei werden u.a. die Erwartungen und Bedarfe, der Studienalltag, die Lernstile und Lernwege sowie die Bildungserträge in den Blick genommen. Durch das quasi experimentelle Design des Studierendenpanels können beispielsweise die Auswirkungen verschiedener Maßnahmen hochschulischer Qualitätsentwicklung untersucht werden. Gleichzeitig ist es möglich, begünstigende Faktoren des Studienerfolgs bzw. Risikofaktoren des Studienabbruchs zu identifizieren und daraus Interventionsmaßnahmen abzuleiten. Besondere Berücksichtigung finden in den Analysen manifeste und latente Heterogenitätskriterien.

Vorgehen/Durchführung

Das Studierendenpanel befindet sich an der OVGU seit dem Wintersemester 2014/2015 im Aufbau. Die Studierenden werden zu Beginn ihres Studiums (1. Welle), zum Ende des ersten Studienjahres (2. Welle), zum Ende des zweiten Studienjahres (3. Welle) sowie zum Studienabschluss (4. Welle) mittels einer teilstandardisierten Online-Umfrage um ihre Einschätzungen gebeten. Bislang wurden drei Startkohorten in die Untersuchungen einbezogen (WS 2014/2015, WS 2015/2016 WS 2016/2017). Die Befragungen werden mittels der Panel-Software QUAMP von Sociolutions durch das Team von fokus: LEHRE in enger Abstimmung mit verschiedenen Akteur/inn/en der Universität realisiert.

Verwendung der Ergebnisse

Das Studierendenpanel liefert Ergebnisse, die auf verschiedenen Ebenen Verwertung finden können. Dazu zählen:

  • Studierendenmarketing/Öffentlichkeitsarbeit: Durch detaillierte Informationen zur Studienentscheidung, insbesondere zu den Informationskanälen und Motiven der Studienfach- sowie Universitätswahl können die entsprechenden Stellen bedarfsgerechter informieren und beraten. Als Informationsgrundlage wurden bereits für die vergangenen zwei Wintersemester spezielle Berichte erstellt.
  • Qualitätsentwicklung in Studium und Lehre auf Universitätsebene sowie auf Ebene der Fakultäten: Durch das Untersuchungsdesign können Effekte im Längsschnitt, wie etwa die Auswirkungen von universitätsweiten Maßnahmen der Studieneingangsphase (Mathematik-Vorkurse, Mentoring usw.) untersucht werden. Doch auch fakultätsinterne Prozesse, wie z.B. die Weiterentwicklung von Studiengängen, können mittels des Studierendenpanels unterstützt werden. Aktuell werden dazu Fakultätsreporte erarbeitet.
  • Spezifische Fragestellungen der Hochschulforschung im Längsschnitt: Untersucht wird beispielsweise der Einfluss von Heterogenitätskriterien auf die Motive der Studienfachwahl sowie deren Veränderlichkeit im Studienverlauf. Es zeigt sich, dass neben manifesten Kriterien, wie dem Geschlecht, auch latente Faktoren von Bedeutung sind. Insbesondere sind hier die Big-5-Persönlichkeitstypen zu nennen (vgl. Anacker 2016). Dabei erweisen sich etwa Erwartungen an einen sicheren Arbeitsplatz (Bildungsrendite) als zeitlich relativ stabil, während die Erwartung, später in eine Führungsposition zu gelangen, im Studienverlauf vergleichsweise stärker veränderlich ist. Für detailliertere Ergebnisse zu den Erwartungshaltungen der Studierenden zu Studienbeginn sowie deren Implikationen für die Gestaltung der Studieneingangsphase vgl. Wendt/Rathmann/Pohlenz (2016) sowie Berndt/Rathmann (2017).

Verweise auf Publikationen/Ergebnisse

  • Anacker, Judit (2016): Die Studienfachwahlmotivation im Kontext manifester und latenter Heterogenitätsfaktoren. Eine quantitativ-empirische Untersuchung, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (unveröffentlichte Masterarbeit).
  • Berndt, Sarah/Rathmann, Annika (2017): Studienabbruch- und Wechselneigung in der Studieneingangsphase. Eine Analyse auf Grundlage des Studierendenpanels der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, in: Magdeburger Beiträge zur Hochschulforschung; Sonderausgabe zur ZSM-Tagung 2016 (in Vorbereitung).
  • Wendt, Claudia/Rathmann, Annika/Pohlenz, Philipp (2016): Erwartungshaltungen Studierender im ersten Semester: Implikationen für die Studieneingangsphase, in: Brahm, Taiga/Jenert, Tobias/Euler, Dieter (Hrsg.): Pädagogische Hochschulentwicklung. Von der Programmatik zum Implementierung. Springer VS Verlag, Wiesbaden, S. 221-237.

Analyse des Studienabbruchs an der OVGU

Beschreibung des Projekts

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg verfolgt – wie Hochschulen deutschlandweit – das Ziel, den Studienerfolg langfristig zu erhöhen und somit dem Phänomen des Studienabbruchs zu begegnen. Im Rahmen des Projekts wird dieses Phänomen analysiert und im Zuge einer ganzheitlichen Betrachtung des Studienabbruchprozesses datenbasiert erforscht.

Vorgehen/Durchführung

Ein wesentlicher Aspekt zur Ergründung des Studienabbruchs und zur Weiterentwicklung von Studiengängen an der OVGU ist die kontinuierliche Betrachtung bereits vorhandener Daten. Deswegen wurde in Zusammenarbeit mit dem Sachgebiet Qualitätssicherung (Dezernat Studienangelegenheiten) der OVGU ein Konzept für jährliche Fakultätsreporte entwickelt. Zurzeit wird dieses Konzept an einer Fakultät der OVGU pilothaft getestet. Das Konzept sieht vor, anhand eines standardisierten, jährlichen Berichts den Fakultäten Informationen über ihre Studierenden und deren Studierverhalten zu übermitteln. Die Datengrundlage bilden einerseits aufbereitete hochschulstatistische Daten sowie Ergebnisse aus dem fokus: LEHRE-Studierendenpanel. Anhand dieser Daten soll den Fakultäten eine Einsicht in die Zusammensetzung der Studierenden in den jeweiligen Studiengängen gegeben werden: Wie viele Studierende beenden ein Studium erfolgreich, wie viele verlassen die Hochschule oder die Fakultät ohne Abschluss? Wie unterscheiden sich die Prüfungsleistungen dieser Gruppen? Wie viele Prüfungen werden im Semester abgelegt? Entspricht dies der im Curriculum vorgesehenen Menge? Wie beurteilen die Studierenden ihr Studium an der OVGU? Welche Beratungsmöglichkeiten nutzen sie? Welche Voraussetzungen bringen die Studierenden für ein Studium an der OVGU mit?

Verwendung der Ergebnisse

Die Ergebnisse können konkrete Anhaltspunkte für die Diskussion über Studiengänge sowie weitere Analysen auf Studiengangebene bieten. Detailliertere Analysen können bspw. in Form einer Betrachtung von Studienverläufen einer Anfangskohorte umgesetzt werden. Insbesondere die Betrachtung von geleisteten Prüfungsergebnissen im Studienverlauf sowie Entwicklungen bis zur vorzeitigen Beendigung bzw. des erfolgreichen Absolvierens des Studiums im Zeitverlauf sind bei der Weiterentwicklung von Studiengängen hilfreich. Es können somit konkrete Fragen zu Entwicklungsproblemen auf der Ebene von Studiengängen beantwortet und Problemstellen im Curriculum und im Studienverlauf der Studierenden aufgedeckt werden. Darauf aufbauend können konkrete Maßnahmen zur Erhöhung des Studienerfolgs bzw. Verringerung des Studienabbruchs entwickelt werden.

Neben der Analyse hochschulstatistischer Daten werden im Rahmen des Projekts weitere Datenquellen hinzugezogen. Die OVGU nimmt an verschiedenen bundesweiten Studien teil und erhält die hochschulspezifischen Daten (z.B. Absolventen- und Exmatrikuliertenbefragung des DZHW, Befragungen des CHE) für eigene Analysen. Außerdem führt fokus: LEHRE eine eigene Befragung der Studierenden durch (Studierendenpanel). Diese sekundäranalytischen Daten werden im Rahmen des Projekts im Hinblick auf die Thematik Studienabbruch ausgewertet. Die Ergebnisse dienen dem Verständnis des Phänomens Studienabbruch und helfen, neben den harten Aspekten der hochschulstatistischen Daten auch eine subjektive Perspektive der Studierenden mit einzubeziehen und somit Maßnahmen konkreter zu gestalten.

Das Projekt untersteht dem Ziel einer anwendungsbezogenen Hochschulforschung zum Thema Studienabbruch, indem es der Qualitätssicherung und -entwicklung von Studium und Lehre an der OVGU dient und gleichzeitig dem Anspruch einer grundlagenorientierten Forschung gerecht wird.

 

Kontakt
Fokus:Lehre
Maria Grabmann, Anke Manukjan, Annika Rathmann
 
maria.grabmann@ovgu.de                               0391-67 54872
anke.manukjan@ovgu.de                                 0931-67 54874
annika.rathmann@ovgu.de                             

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Familienfreundlich an der OVGU studieren

Die OVGU ist seit 2006 zertifizierte familiengerechte Hochschule. Seit 2014 ist die Universität Mitglied im Best Practice-Club „familienfreundliche Hochschule“. Etwa sechs Prozent der Studierenden der OVGU haben Kinder unter 18 Jahren. Die Zielstellung der besseren Vereinbarkeit von Studium und Familie fokussiert daher auf verschiedene Maßnahmen für die Zielgruppe der Studierenden. Dazu zählen sowohl Regelungen zur Anpassung von Studien- und Prüfungsordnungen als auch die Verbesserung der Infrastruktur auf dem Campus. Alle Maßnahmen der OVGU münden im Familienpass. Studierende mit Kindern können diesen beantragen, um z.B. bei der Anmeldung für Lehrveranstaltungen bevorzugt berücksichtigt zu werden und damit Familienpflichten und Studienaufgaben besser aufeinander abstimmen zu können. Außerdem bietet die OVGU die Möglichkeit des individuellen Teilzeitstudiums welches auch für Eltern ein attraktives Angebot darstellt; auch zusätzliche Urlaubssemester aufgrund von Kinderbetreuung und Kompensationsleistungen im Rahmen von Lehrveranstaltungen sind möglich. Für studierende Eltern und Studierende mit Pflegeverantwortung im letzten Semester vor dem Studienabschluss bietet die Magdeburger Universität seit dem Sommersemester 2015 ein Familienstipendium. Die Zahlung von 200€ für die letzten sechs Monate eines Studienganges sollen gerade in der Abschlussphase helfen, Studium und Familie besser vereinbaren zu können.

Zur verbesserten Infrastruktur zählen seit 2010 Wickelräume in zentralen Gebäuden auf dem Campus und seit 2012 auch vier Eltern-Kind-Arbeitszimmer. Diese bieten die Möglichkeit mit Kind/ern Pflichten des Studiums oder der Berufstätigkeit auf dem Campus nachzukommen. Neben einer Grundausstattung an Spielsachen und Wickeltisch bieten diese Räume alle einen Arbeitsplatz samt Telefon etc.

Für die Zukunft sind u.a. Maßnahmen zur besseren Vernetzung studierender Eltern angedacht, so dass ein verstärkter Informationsaustausch möglich wird.

 

Kontakt
Familienbüro der Universität
Dr. Loreen Lesske
 
loreen.lesske@ovgu.de                     0391-67 12963

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Studienberatung an der OVGU - zielgruppenspezifisch und vielfälitg

Die MitarbeiterInnen der Allgemeinen Studienberatung verfolgen das Ziel,  Studierende zu einem erfolgreichen Studienabschluss zu führen und Studieninteressenten für ein Studium an der Universität zu begeistern. Hierbei stehen insbesondere die drei folgenden Gruppen im Fokus: 

Studierende werden bei der Gestaltung des Studiums und bei auftretenden Problemen in der Bewältigung der Studienanforderungen unterstützt. Schwerpunkte sind Beratungen bei Studienzweifel, Prüfungsängsten, Selbstwertverlusten, Kommunikationsschwierigkeiten, Arbeitsstörungen, Fach- und Hochschulwechsel, bei der Studiengestaltung unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen und für Studierende mit Kind/Kindern.

SchülerInnen und Studieninteressierte werden bei der Studienorientierung sowie bei der Studienwahl in ihrem Entscheidungsprozess unterstützt und bei den ersten Schritten zur Studienaufnahme begleitet. Dabei steht die Beratung und Ermutigung zu selbstgewählten Zielen im Vordergrund sowie die Darstellung wesentlicher Studieninhalte.

Studieninteressierte Flüchtlinge werden bei der Studienorientierung, bei der Studienwahl und im gesamten Prozess der Studienorganisation begleitet. Dabei spielen Fragen zur Erlangung notwendiger Sprachnachweise, noch fehlender Studienvoraussetzungen aber auch Fragen zur alltäglichen Lebenssituation eine große Rolle.

In allen genannten Bereichen basieren Information und Beratung auf individuellen Gesprächen und in der Nutzung entwickelter Gruppenangebote. Im Jahr 2016 wurden für die Gruppe der Studierenden und Studieninteressierten 2089 persönliche und 1860 telefonische Beratungsgespräche geführt. Darüber hinaus wurden 1815 Beratungskontakte per E-Mail verzeichnet. Im gleichen Jahr wurden 733 persönliche, 1245 telefonische und 832 elektronische Beratungen mit studieninteressierten Flüchtlingen durchgeführt.

Durch zielgruppenspezifische und vielfältige Gruppenangebote zur Unterstützung von Studierenden wurden 135 Studierende erreicht.

Bei dem Crashkurs für die Prüfungsangst … oder dagegen! steht die richtige Vorbereitung, wie Zeitplanung, bei Prüfungsangst im Fokus. Hier werden die richtigen Lern- und Entspannungstechniken vermittelt, mit der sich die Angst und das Aufschiebeverhalten in den Griff bekommen lassen. Von Hilfestellungen für Motivation über Orientierung in Prüfungen bis hin zu Entspannungsübungen zur Stressbewältigung ist alles vorhanden.

 

Im Bewerbungsseminar steht die Entwicklung einer persönlichen Bewerbungsstrategie im Vordergrund. Es werden Hinweise zur Stellensuche gegeben und auch das richtige Zusammenstellen der Bewerbungsunterlagen vermittelt. Weiterhin gibt es Beispiele zur Bewerberauswahl und auch ein Vorstellungsgespräch als Rollenspiel mit Personalreferenten.

 

Das Gesprächsangebot Abbrechen oder Durchstarten richtet sich an Studierende, die mit dem bisherigen Verlauf ihres Studiums unzufrieden sind. Es werden die Ursachen für die Unzufriedenheit gesucht und auf dieser Basis auch nach neuen Wegen für das bisherige Studium. Andererseits können auch neue Studien- oder andere Perspektiven erarbeitet werden.

 

Motivations- und Zeitproblemen, Lese-, Schreib- und anderen Arbeitsstörungen zu Leibe zu rücken und auf Prüfungen vorzubereiten thematisiert das Angebot Kompetenz im Studium. Entwickeln Sie Kompetenzen, um das Studium erfolgreich zu gestalten, indem Sie üben, sich austauschen und neue Wege probieren.

 

Ehemalige Studierende schildern ihre Werdegänge vom Studium in den Beruf bei der Berufsfelderkundung. Dabei wird die Vielfalt der beruflichen Möglichkeiten gezeigt und Mut für individuelle Entscheidungen gestärkt. Die Absolventen stehen den Studierenden für Fragen in persönlichen Gesprächen zur Verfügung. Ziel der Veranstaltung ist es, den Studierenden für den Berufseintritt Motivation, Orientierung und Unterstützung anzubieten.

 

Kontakt
Allgemeine Studienberatung
Dr. Petra Kabisch
 
petra.kabisch@ovgu.de                     0391- 67 52283

 

Allgemeine Studienberatung der OVGU

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Nachgefragt... Beim Preisträgers des Lehrpreises 2015 Prof. Dr. Thorsten Halle

Das Gespräch führte Alexander Hönsch

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg verleiht seit 2013 gemeinsam mit dem Studierendenrat jährlich den Otto-von-Guericke-Lehrpreis und berücksichtigt damit die verschiedenen Aspekte und den Facettenreichtum der Lehre. Ausgezeichnet werden besonders herausragende Konzepte und Angebote von Lehrenden oder Lehrteams. Im Jahr 2015 ging der Lehrpreis an Herrn Prof. Dr.-Ing. habil. Thorsten Halle. Warum erfahren Sie im folgenden Interview. 

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Halle, Sie sind der Preisträger des von der Universität und dem Studierendenrat ausgelobten Preis der Lehre 2015. Der Schwerpunkt des Preises lag bei der besonderen persönlichen Betreuung der Studierenden. Können Sie zunächst kurz sagen, was Sie an der Universität lehren und forschen?

Ich bin seit 2013 an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und bin Inhaber des Lehrstuhls für Metallische Werkstoffe. Dementsprechend beschäftige ich mich mit der Anwendung, Modifikation und Entwicklung für praktische Anwendungen, hauptsächlich Stähle, Aluminiumlegierungen und anderer metallischer Werkstoffe.

Sie sind im Bereich des Maschinenbaus angesiedelt. Dabei haben Sie oftmals sehr volle und große Hörsäle vor denen Sie lesen. Wie bewerkstelligen Sie solche Vorlesungsformate und vor allem wie schaffen Sie es, die Aufmerksamkeit der Studierenden zu gewinnen?

Die Vorlesungen sind insbesondere in den Grundlagenfächern sehr gut gefüllt. Darauf muss Rücksicht genommen werden. Indem ich beispielsweise die Aufmerksamkeit der Studierenden stets versuche wieder einzufangen. Dies gelingt mir vor allem durch praktische Beispiele. Aber auch in den Übungen empfiehlt es sich, kleinere Experimente einzubeziehen, um dort Effekte und Mechanismen zu zeigen. Den Studierenden wird somit gleich von Anfang an mitgegeben, warum dieses Thema wichtig ist für die Anwendung von metallischen Werkstoffen.

Neben Ihren Tätigkeiten in der Lehre betreuen Sie auch wissenschaftliche Abschlussarbeiten. Für Ihre sehr gute persönliche Betreuung wurden Sie ausgezeichnet. Inwieweit sehen Sie sich als Vorbild für gute Lehr- und Lernbedingungen in der Lehre und in der Betreuung von wissenschaftlichen Arbeiten?

Mir persönlich ist es sehr wichtig, insbesondere für eine Abschlussarbeit im Studium, dass diese gut und intensiv betreut wird. Das ist durchaus Aufwand, der aber auch erbracht werden muss. Für mich habe ich da einen persönlichen Fahrplan festgelegt: regelmäßige Konsultationen, um mit den Studierenden möglichst früh den Ablauf abzustimmen und sie entsprechend beraten, aber auch um zu klären, ob die Arbeit bei uns an der Universität oder, was häufiger vorkommt, in Zusammenarbeit mit Industrieunternehmen durchgeführt wird. Ich kann mir da Zeiträume von alle 2-3 Wochen vorstellen, um über den Fortgang der Arbeit zu sprechen, die eigenen Vorstellungen und die des Unternehmens mit einzubringen. Natürlich sind diese Präsenzkonsultationen auch zeitgemäß. Wenn jemand beispielsweise am Bodensee seine Arbeit macht, dass der nicht hier her fahren muss, sondern, dass wir über Skype oder ähnliches eine Konsultation durchführen können. Die Konsultationen sind auch wichtig, um rechtzeitig gegenzusteuern, wenn die Arbeit zum Beispiel droht, in die falsche Richtung zu gehen oder der Studierende sich z.B. beim experimentellen Aufwand für seine Arbeit übernimmt.

Der Preis wurde mit 5.000 Euro dotiert. Haben Sie schon Verwendung für das Preisgeld gefunden bzw. haben Sie schon eine Idee wofür sie es verwenden möchten?

Wir haben das Preisgeld verwendet für eine Überarbeitung des Grundlagenpraktikums. Hier haben wir neue Prüfaufbauten und Geräte angeschafft, damit die Studierenden in der praktischen Übung oder in den praktischen Seminaren bessere Lernbedingungen haben. Ich persönlich bin der Meinung, dass was ich selber gemacht habe oder mit den Händen angefasst habe, das kann ich mir sehr viel besser merken.

Wie möchten Sie sich zukünftig für einen Austausch über die Verbesserung von Lehr- und Lernbedingungen einsetzen? War dies auch Anlass, das Amt des Studiendekans an der Fakultät zu übernehmen?

Natürlich spielt es da auch eine Rolle, da ich ja auch ein persönliches Interesse daran habe, dass ich das Amt des Studiendekans angenommen habe. Für mich ist es da sehr wichtig, die qualitativ hochwertige Lehre und die berufsqualifizierende Ausbildung mit praktischen Kompetenzen in den Kernfächern zu verknüpfen und so den Studierenden auf dem Weg in die berufliche Zukunft weiterzuhelfen.

Haben Sie konkrete Forderungen an eine Qualitätssicherung im Bereich Studium und Lehre, die von den Studierenden und von den Lehrenden erfüllt werden sollten?

Bei den Studierenden ist es relativ einfach: Feedback. Das ist essentiell, um Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen. Dies sollte auch ohne Angst vor den Lehrenden vorgetragen werden können. Dies gelingt zum Beispiel durch Evaluationsbögen. Auf diese Rückmeldungen sind die Lehrenden angewiesen.

Bei den Lehrenden ist es wichtig, dass sie die in den meisten Fällen konstruktive Kritik ihrer Studierenden ernst nehmen. Das bedeutet auch, dass sie die Auswertungen der Evaluationsbögen aufmerksam lesen und für sich herausarbeiten, wo sie etwas verbessern können. Die Studierenden sind da meist sehr konkret mit der vorgebrachten Kritik. Für mich persönlich kann ich da immer sehr gute Rückschlüsse ziehen, wo ich mich verbessern kann. Also Feedback und annehmendes Feedback.

 

Kontakt
Fakultät für Maschinenbau
Prof. Dr. Thorsten Halle

thorsten.halle@ovgu.de                    0391- 67 54580

 

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Auf dem Weg zur Systemakkreditierung: Task Force nimmt Arbeit auf

Seit dem ersten Antrag auf Programmakkreditierung im Jahr 2008 sind die Studiengänge an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) mittlerweile fast flächendeckend akkreditiert. Im Sinne der ständigen Weiterentwicklung hat sich die Universität dafür entschieden, im zweiten Quartal 2017 den Antrag auf Zulassung zum Verfahren der Systemakkreditierung zu stellen.

"Die OVGU führt bis zum Jahr 2016 ein systematisches, partizipatives, forschungsorientiertes Qualitätsmanagement-Modell ein, um zum einen im Kontext dynamischer Hochschulentwicklung Qualität nachhaltig weiterzuentwickeln und zum anderen die Bedingungsfaktoren von Studium und Lehre beständig zu prüfen und damit den Weg zur Systemakkreditierung bzw. einer alternativen Form autonomer Qualitätssteuerung zum Jahr 2017 zu ermöglichen. Ein geeignetes Verfahren und der Zeitplan der Umsetzung werden nach hochschulinterner Diskussion unter maßgeblicher Beteiligung der Studierenden definiert." (Hochschulentwicklungsplan 2015 – 2025, S. 24) 

Das Verfahren der Systemakkreditierung

Im Unterscheid zur Programmakkreditierung wird das Augenmerk bei der Systemakkreditierung nicht mehr auf die Anerkennung einzelner Studiengänge gelegt, sondern wird der Entwicklungsstand des internen Qualitätsentwicklungssystems (QES) im Bereich Studium und Lehre einem hochschulübergreifenden Anerkennungsprozess unterzogen. Dafür werden in einem mehrstufigen Verfahren die dafür „relevanten Strukturen und Prozesse […] darauf überprüft, ob sie das Erreichen der Qualifikationsziele und die hohe Qualität der Studiengänge gewährleisten, wobei die European Standards and Guidelines für Quality Assurance in Higher Education (ESG), die Vorgaben der Kultusministerkonferenz (KMK) und die Kriterien des Akkreditierungsrates Anwendung finden“ (Drs. AR 2013: 18, H.i.O.). Diese Richtlinien sind den Fakultäten bereits aus dem Verfahren der Programmakkreditierung bekannt und finden bei der Systemakkreditierung konsequenterweise ebenfalls Anwendung, indem das QES im Bereich Studium und Lehre so ausgerichtet werden muss, dass es das Erfüllen und Sicherstellen der Qualitätsstandards der angebotenen Studiengänge während des gesamten Akkreditierungszeitraumes gewährleistet.

Die markanteste Änderung zu den bisherigen Verfahren der Programmakkreditierung stellt also nicht nur das Factum dar, dass die Universität nun die Ausgestaltung der Qualitätsentwicklung in Studium und Lehre selbst bestimmen kann, sondern dass klassische Begehungen im Sinne der Programmakkreditierung durch externe Agenturen und bestellte GutachterInnen obsolet sind. Wenngleich der bisherige Akkreditierungszeitraum von sieben Jahren (bzw. fünf bei einer Erstakkreditierung) bestehen bleibt, so stellt das Verfahren der Systemakkreditierung auf ein ständiges Monitoring denn auf einen einmaligen Bürokratieakt bei der Vor- und Nachbereitung der Begehungen ab.

Qualitätsentwicklungssystem der OVGU

Wenn an der OVGU auf die einzelnen Programmakkreditierungen verzichtet werden möchte, muss sie gegenüber der für die OVGU zuständigen Akkreditierungsagentur evalag (Mannheim) ein Qualitätsentwicklungssystem (QES) im Bereich Studium und Lehre nachweisen, das Strukturen und Prozesse so steuert, dass es die Qualitätsentwicklung der Studiengänge nach Maßgaben des Akkreditierungsrates, der KMK und der ESG fortwährend sicherstellt.

zur Vorbereitung der strategischen Ausgestaltung dieses Vorhabens wurde zum SoSe 2015 die „Task-Force Systemakkreditierung“ gegründet, um bereits bestehende Gremien auf operativer Ebene zu entlasten. Die Task-Force besitzt keine Entscheidungsbefugnisse, die Ausarbeitungen der Gruppe werden der Kommission für Studium und Lehre bzw. dem Senat und Rektorat zugearbeitet. Sie setzt sich aus VertreterInnen aller Fakultäten und Statusgruppen, insbesondere den StudiendekanInnen sowie – soweit vorhanden - ReferentInnen, zusammen und wird von der Prorektorin für Studium und Lehre, Frau Prof. Dr. F. Scheffler, geleitet. Die monatlich stattfindenden Treffen werden von MitarbeiterInnen des Sachgebiets Qualitätssicherung (K33) begleitet.

Dialog, Partizipation und Reflexion sind die handlungsleitenden Grundpfeiler bei der dezentral angelegten Kooperation zwischen den Fakultäten und Qualitätsbeauftragten. Diese Vorgehensweise trägt der Fächervielfalt einer Volluniversität und damit auch den verschiedenen Fachkulturen Rechnung und wurde von der Task-Force im „Leitbild und Leitlinien zu Studium und Lehre“ festgehalten. Die Verabschiedung durch den Senat erfolgt im Sommersemester 2017.

Aus dieser Zusammenarbeit sollen außerdem einzelne Instrumente für ein QES entwickelt werden, das mehreren Anforderungen gerecht wird und das schließlich in einer durch den Senat zu erlassenen Qualitätssatzung mündet.

Zur Umsetzung des dialogischen und partizipativen Anspruchs soll das selbstkonstruierte Format des Studienganggesprächs als zentrales Instrument etabliert werden. Neben der Beteiligung aller Statusgruppen wird in regelmäßigen Abständen externe Expertise durch die Teilnahme von AbsolventInnen sowie VertreterInnen der Wissenschaft und Berufspraxis eingeholt. Zur Unterstützung der Gespräche soll jährlich von zentraler Seite ein Datenreport über die fakultätseigenen Studiengänge zur Verfügung gestellt werden. Dieser wurde von Mitarbeiterinnen des Lehrstuhls für Hochschulforschung und Professionalisierung der akademischen Lehre entwickelt und beinhaltet neben hochschulstatistischen Daten auch Erkenntnisse aus dem Studierendenpanel der OVGU sowie zukünftig einer hochschulweiten AbsolventInnenstudie.

Nach erfolgreicher Zulassung zum Verfahren der Systemakkreditierung hat die Universität zwei Jahre Zeit, das Hauptverfahren abzuschließen. In diesem Zeitraum werden alle bestehenden Akkreditierungen um den Zeitraum des laufenden Verfahrens verlängert. Das Hauptverfahren beinhaltet das Verfassen des Hauptantrages und zwei Begehungen (voraussichtlich im Studienjahr 2018/2019). Diese werden sowohl das Qualitätsentwicklungssystem als solches als auch merkmals- und studiengangbezogene Stichproben fokussieren. Dabei wird weiterhin die Task-Force die operativen Belange koordinieren und Ergebnisse der Kommission für Studium und Lehre bzw. dem Senat und Rektorat vorlegen. Der Verfahrensabschluss ist für das Sommersemester 2019 geplant.

 

Kontakt
Sachgebiet Qualitätssicherung
Anni Fischer, Franziska Genge, Julia Grüber, Katharina Schulz

 

anni.fischer@ovgu.de                         0391- 67 57177

franziska.genge@ovgu.de                0391-67 58899

julia.grueber@ovgu.de                      0391- 67 50159

katharina.schulz@ovgu.de               0391-67 50159

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Letzte Änderung: 30.07.2018 - Ansprechpartner: M.A. Anni Holzäpfel (vormals Fischer)